Sie sind hier: Mesmerismus
Zurück zu: Startseite
Allgemein: Kontakt Newsletter-Anmeldung Impressum Disclaimer und Datenschutz, AGBs

Suchen nach:

Mesmerismus

Mesmerismus - wie es dazu kam

Im Jahre 1978 war ich als neuer Oberarzt für Anästhesiologie in einem Kreiskrankenhaus tätig.
Ein Patient der Intensivstation verlor krankheitsbedingt immer mehr Blut. Kein Medikament half, kein Eingriff, keine Bluttransfusion. Hilflos stand ich an seinem Bett. Alle anderen Ärzte, Schwestern, Pfleger hatten sich unter verschiedenen Vorwänden davongemacht. Niemand wollte mit dem bevorstehenden Todesfall in Verbindung gebracht werden.
"Was hat Rasputin damals gemacht?" schoß es mir durch den Kopf. Rasputin konnte angeblich Blutungen durch Handauflegen zum Stillstand bringen. Ein heruntergekommener Theologe, der sich die wichtigen Gebete nicht merken konnte. Deswegen nicht zum Priester geweiht wurde. Unwillkürlich mußte ich lächeln. Ich konnte mir noch nie die gängigen medizinischen Abkürzungen merken. Hatte meistens ein kleines Notizbuch in der Tasche.
"Wer immer ihm diese Gabe gegeben hat, möge sie auch mir geben - Bitte!" murmelte ich vor mich hin.
Ich fühlte einen Impuls, meine Hände über den Patienten zu halten. Dann war es, als ob etwas meine Hände zu der "richtigen" Stelle führte. Wenig später kam die Blutung zum Stillstand. Ich fühlte eine tiefe Dankbarkeit. Sprach mit niemandem darüber.
Ich hatte im Krankenhaus noch öfter Gelegenheit, unstillbare Blutungen zu beeinflussen. Bei wem ich mich jedesmal bedankte, weiß ich bis heute nicht.
Nachdem ich den Krankenhausdienst verlassen hatte, gab es zunächst jahrelang keine Gelegenheit mehr, das Handauflegen auszuüben.
Ich versuchte mich später in Akupunktur, Neuraltherapie, studierte Tiefenpsychologie, wurde Psychoanalytiker (war im Grunde meines Herzens in erster Linie Hypnotiseur).

Es sollte fast zwanzig Jahre dauern, bis das Handauflegen wieder zu mir kam. Und auch ganz unspektakulär: In einem Hypnosekurs kam die Sprache auf das Handauflegen. Eine Kursteilnehmerin, kritische Diplompsychologin, bat mich um ein Energetisches Experiment. Sie hatte vor Jahren einen Unfall erlitten. die rechte Unterkieferhälfte war seit dem gefühllos. Vom Neurologen für unheilbar erklärt. "Eigentlich glaube ich nicht an so etwas, aber mach mal!"
Ich zögerte, dachte dann an Franz-Anton Mesmer, der durch Zufall entdeckt hatte, daß es bei seinen „magnetischen“ Behandlungen gleichgültig war, ob er Magneten auflegte oder „nur“ seine leeren Hände.
Ich imaginierte, was Franz-Anton Mesmer getan hätte. Hielt meine Hände zu beiden Seiten des Unterkiefers. Spürte in einem Abstand von fünf bis zehn Zentimetern einen leisen Widerstand. Dachte: „aha, vielleicht gibt es die Aura tatsächlich!“ Hörte: „Hui, da tut sich etwas! Ich spüre einen Schmerz! Ach, das geht ja tatsächlich!“ Die Kollegin war glücklich, wieder etwas zu spüren. Auch wenn es zuerst mal ein Schmerz war. Zum Glück verging dieser relativ schnell.

Nach diesen Ereignissen spürte ich immer deutlicher den "Auftrag", meine Energie zum Helfen und Heilen einzusetzen.
Es war jedes mal ein Geschenk für mich, bei "eingeklemmten Nerven", Schmerzen, auch Entzündungen und vielen anderen Energiefehlfunktionen helfen zu können.

Jahre später erhielt ich die Einweihung in sämtliche Reiki-Grade, was mich persönlich noch viel weiter brachte.

Heute bin ich ein relativ routinierter Handaufleger. Die Wirkungen und Erfolge dieser schönen Kunst erschrecken mich manchmal. Ich überlege oft, ob ich mich in der Tradition von Rasputin, von Franz-Anton Mesmer oder von Dr. Usui sehen sollte. Aber – muß man sich denn unbedingt immer auf eine (scheinbar) höhere Autorität berufen?

Ich nenne meine individuelle Art des Handauflegens MESMERISMUS, zur Erinnerung an die faszinierende Entwicklung des Franz-Anton Mesmer, zu welchem ich immer wieder Parallelen entdecke.